Vincent Damon Furnier alias Alice Cooper zählt unbestritten zu den wirklich würdigen Altmeister des Schock’n’Roll, der mit seinen Liveshows bereits mehrere Generationen von Musikern inspirierte. Obwohl der Schockrocker nun schon seit den Sechziger Jahren aktiv im Musikgeschäft unterwegs ist, hat er es trotz allem immer wieder bravourös gemeistert, seine Musik stetig zu verändern und bis in die heutige Zeit erfolgreich unters Rockvolk zu streuen. Dabei sah das wahre Leben von Alice nicht immer nur rosig aus, schließlich gehört er zu derjenigen Spezies von Musikern, die wohl sämtliche Höhen und Tiefen des Rock’n’Roll-Zirkus durchgemacht und diese, trotz schlimmsten Abstürzen, zum Glück auch überlebt haben.
Nachdem Mr. Cooper Ende der Achtziger Jahre mit „Poison“ und dem dazugehörigen „Trash“- Album große internationale Erfolge erzielen konnte, wagte er in der Folgezeit immer wieder den Schritt in die musikalische Neuzeit und veröffentlichte mit „Brutal Planet“ und „Dragon Town“ sehr modern orientierte Studiowerke. Mit seinen letzten beiden Alben „The Eyes Of Alice Cooper“ und „Dirty Diamonds“ besann sich der Meister aber schließlich wieder auf seine ursprünglichen musikalischen Wurzeln der Sechziger und Siebziger Jahre.
In diesen Tagen serviert uns Alice Cooper nun seinen aktuellen Longplayer „Along Came A Spider“ und auch auf dieser Scheibe geht der Altrocker seinen zuletzt eingeschlagenen Weg konsequent weiter, zumindest was die musikalische Ausgestaltung betrifft. Textlich bekommen die Fans dagegen ein gut strukturiertes und spannungsgeladenes Konzeptalbum vorgelegt, das es wahrlich in sich hat. Alice erzählt die Geschichte eines vollkommen irren, psychopathischen, aber dennoch irgendwie liebenswerten Serienkillers. Wie Alice Cooper selbst versichert, steckt keine reale Person hinter seiner „Along Came A Spider“-Geschichte.
„Der Serienkiller aus meiner Geschichte ist zum Glück nur in meinem Kopf entstanden, obwohl es heutzutage natürlich auch viele verrückte Leute da draußen gibt. Mit meiner Story stelle ich nur einen direkten Bezug zwischen einem Serienkiller und einer Spinne her, was jetzt auch etwas verrückt klingt. Wenn du es einfach mal ganz objektiv betrachtest, dann ist doch eine Spinne irgendwie doch auch ein elegantes Tier, schon alleine wie sie sich bewegt. Dennoch lebt sie nach dem Motto: 'she traps, she kills, she eats' - eine Spinne spannt ein todbringendes Netz und wickelt ihre Beute darin ein. Dieses Netz besteht aus einem feinen Silkfaden, was durchaus wiederum ein Sinnbild für Eleganz ist. Nach diesem Muster lebt und tötet der Serienkiller in meiner Geschichte. Jedes Mal wenn er jemanden getötet hat, wickelt er die Leiche in Silk ein. Das wirklich Kranke und Skurrile daran ist allerdings, daß er zuvor jeder Leiche ein Bein abtrennt und dieses aufbewahrt, bis er insgesamt acht Stück zusammen hat. Eine Spinne hat ja bekanntlich auch acht Beine.“

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