
Was haben das Licht, der ägyptische Pharao Echnaton sowie Melodic Rock miteinander zu tun? Die Gemeinsamkeit heißt Zeno Roth, Namensgeber der Formation Zeno, die für Melodic Rock der Spitzenklasse steht. Kein Wunder, daß das aktuelle Werk Listen To The Light in der letzten Ausgabe unser Over The Top-Vorschlag war.
»Ich habe zwei Jahre lang diese Platte gemacht«, spielt Perfektionist Zeno Roth auf den zeitlichen Abstand vom 95er Werk Zenology zum neuen Werk an. »Von Dezember 95 bis Dezember 97 - und im Januar 98 kam Listen To The Light dann zuerst in Japan heraus. Der Vorgänger Zenology war ja mehr ein Projektalbum, während Listen To The Light den selben Status wie unsere erste Platte hat. Die zweite Scheibe stellt einen Zwischenschritt dar, quasi ein Wiedereinstieg in die Zeno-Geschichte, aber Listen To The Light ist der Nachfolger zum Debüt. Dies wird einem wohl auch klar, wenn man sich die Sache anhört.«
Nun hat Michael Flexig wieder sämtliche Tracks eingesungen, während auf Zenology neben ihm auch noch Tommy Heart sowie Helge Engelke mit von der Partie waren.
»Ja, klar, dadurch ergibt sich eben auch ein logischer Zusammenhang zwischen dem Erstling und der neuen Platte. Auf Zenology befindet sich eben auch Material, das ursprünglich von Zeno-Demos stammte. Und in der Zeno-Endphase - so um 1988 herum - hatte Tommy Heart Michael Flexig als Sänger abgelöst. Und mit dem Material, das Helge eingesungen hat, wars ähnlich. Jetzt im Nachhinein sehe ich die Sache ein wenig anders. Vielleicht hätte man alles von Michael singen lassen sollen. Aber zum damaligen Zeitpunkt fand ich es okay. Aber dies soll nicht heißen, daß ich Zenology nicht mehr gut finde.«
Insbesondere mit dem 86er Einstand besitzen Zeno richtigen Kultstatus. Leider erreichte man seinerzeit nicht das, was eigentlich möglich gewesen wäre.
»Auf jeden Fall hat uns das Busineß damals einen Streich gespielt. Aber wir waren an der Sache nicht unschuldig, denn einen Großteil der Geschehnisse muß ich uns anlasten. Wir brauchten zum Beispiel viel, viel, viel zu lange für die Platte. Alles in allem hat die Sache so drei Jahre gedauert; welch ein Schwachsinn! Eine ganze Menge an Chaos wurde durch uns da mitverschuldet; dazu kamen noch Mißstände seitens des Managements. So köchelte alles vor sich hin, aber nach einem gewissen Zeitraum war dann endgültig Schluß. Wir hatten letztendlich nicht das erreicht und nicht so viele Platten verkauft, wie alle vorher erwarteten. Und deshalb wurde die Band 1989 aufgelöst. Dann kam die große Pause, wo ich zwar auch Musik machte, mich verstärkt jedoch anderen Dingen widmete, um dann später zu Beginn der Neunziger wieder mit einem Album weiterzumachen.«
Und dieser Zeno-Neustart beinhaltete ja auch die CD-Erstveröffentlichung des Debüts als Japan-Pressung.
»Das war schon eine Überraschung«, gibt Zeno zu, »daß sich noch Leute an die Scheibe erinnerten. Ich war mir nicht sicher, ob die LP 1986 in Japan überhaupt veröffentlicht wurde. Außerdem wußte ich auch nicht, wie damals die Resonanz auf das Ding gewesen ist. Aber es muß ja einigermaßen gut gelaufen sein, denn sonst hätte man Zeno nicht als Re-Release veröffentlicht.«
Mehr darüber gibts in Heft 06/98 nachzulesen!
Text Interview: Marco Magin
Text Internet: Marco Magin

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